Refluxchirurgie

Die gastroösophageale Refluxkrankheit  ist die häufigste gutartige Erkrankung des oberen Gastrointestinaltraktes der westlichen Welt. Sie ist gekennzeichnet durch eine vermehrte Regurgitation von Mageninhalt in die Speiseröhre. Alleine in Deutschland leiden etwa 10 – 15 % der Bevölkerung unter Refluxbeschwerden. Die Inzidenz ist steigend.

Nach voluminösen Mahlzeiten oder vermehrtes Alkoholkonsum entsteht beim gesunden Menschen ein sog. physiologischer Reflux. Dieser ist als kurzzeitige Refluxepisode ohne relevante Symptomatik gekennzeichnet. Eine Refluxkrankheit besteht bei vermehrtem Ausmaß und Dauer dieser Refluxepisoden.

Die erhöhte Expositionszeit der Speiseröhre an den Mageninhalt führt zu einer Vielzahl von Beschwerden und kann im Verlauf ernsthafte Komplikationen produzieren. Unter den typischen Beschwerden gehören  Sodbrennen, Säure-regurgitation, saures Aufstoßen sowie brennende Schmerzen im Brustkorb und Rachen. Zusätzlich kann der wiederholte Reflux einen Reizhusten, Räusperzwang, Heiserkeit und sogar Lungenentzündungen produzieren.

Im natürlichen Verlauf der Erkrankung kann die ständige Reizung der Schleimhaut der Speiseröhren zu einer narbigen Einengung führen (peptische Stenose). Um sich von der Säure zu schützen verändern sich bei chronischen Reflux bei ca. 10 % der Patienten die Schleimhautzellen der Speiseröhre. Dabei werden die üblichen Zellen (Plattenepithel) durch magenschleimhautähnliche Zellen (Zylinderepithel) ersetzt. Diese Veränderung wird üblicherweise als Barrett-Ösophagus definiert. Der Barrett-Ösophagus stellt den wichtigsten Risikofaktor für die Entwicklung einer Krebs-erkrankung des distalen Anteils der Speiseröhre dar. Im direkten Vergleich zur Normalbevölkerung besteht bei dieser Schleimhautveränderung ein 40– bis 200-fach erhöhtes Risiko zur Entwicklung einer Krebserkrankung der Speiseröhre.

Durch eine adäquate Behandlung dieser Erkrankung können die Beschwerden sowie die Komplikationen heutzutage deutlich reduziert werden.

 

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