Kolo-Proktologie
Endoskopie-Enddarm
Im Rahmen Vorsorge oder aufgrund von oben genannten Beschwerden haben Sie sich für eine Spiegelung entschieden oder der Hausarzt hat Ihnen diese empfohlen. Die Spiegelung des Enddarmes stellt eine Routineuntersuchung dar. Mit Hilfe des Spiegelgerätes kann der Untersucher die Schleimhaut direkt beurteilen und somit Veränderungen erkennen. Mit Hilfe der Endosonographie kann der Untersucher darüber hinaus auch Veränderung , die aussen an der Darmwand liegen beurteilen. Kleine therapeutische Eingriffe wie Entfernung von kleinen Polypen können ohne Operation mit dem Spiegelgerät direkt durchgeführt werden. Im Unterschied zu jeder zur Verfügung stehenden Röntgenuntersuchung können Gewebeproben schmerzfrei entnommen werden und damit feststellen, ob eine gut- oder bösartige Veränderung vorliegt. Bereits durchgeführte Therapien können mit Hilfe der Spiegelung auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.
Wie bereite ich mich vor?
Am Abend vor der Untersuchung sowie am Untersuchungstag zwei Einläufe damit der Enddarm komplett stuhlgeleert ist. Nur eine optimale Vorbereitung ermöglicht es dem Untersucher, die Schleimhaut gut einzusehen. Falls Sie Diabetiker sind, bedenken Sie bitte bei der Insulingabe, dass auch unvorhergesehene Wartezeiten auftreten können. Für Patienten die blutungshemmende Medikamente wie ASS oder Marcumar einnehmen ist eine spezielle Umstellung auf z.B. Heparin nach Absprache mit dem Hausarzt notwendig. Wenden Sie sich daher bitte mit dieser gezielten Fragestellung mindestens 10 Tage vor einer Spiegelung an den Hausarzt. Bitte bringen sie ebenfalls ein aktuelles Labor mit einem kleinem Blutbild und den Gerinnungswerten mit, um kleinere Eingriffe direkt durchführen zu können sowie die relevanten Vorbefunde mit.
Wie gestaltet sich der Ablauf am Untersuchungstag?
Zunächst werden Sie von dem Untersucher begrüßt und das Personal vorgestellt. Es wird dann die Krankengeschichte erfragt und die Beschwerdesymptomatik aufgenommen.
Bei komplexer Fragestellung oder falls bereits vielen Voruntersuchen/Operationen bei Ihnen durchgeführt wurden, ist ein mitgebrachter Arztbrief sehr hilfreich.
Für die Enddarmspiegelung werden sie auf dem gynäkologischen Stuhl gelagert. Dazu müssen sie sich in einer im Untersuchungsraum befindlichen Kabine (mit Toilette) unten herum freimachen. Zu diesem Zeitpunkt ist - wann immer möglich - niemand im Untersuchungsraum. Prinzipiell wird diese Untersuchung ohne Betäubung durchgeführt. Eine Nahrungsaufnahme sowie das Führen eines Kraftfahrzeuges ist unmittelbar nach der Untersuchung wieder möglich. Die Untersuchung beginnt mit der Einführung des Gerätes.
Bei Auffinden von Unregelmäßigkeiten wird, wenn möglich, in der gleichen Sitzung über einen Arbeitskanal am Gerät entsprechendes Gewebe entnommen. Nach Beendigung der Spiegelung bespricht der Untersucher mit Ihnen alle Befunde und Sie bekommen direkt einen maschinellen Computerausdruck über das Untersuchungsergebnis mit der Bitte um Weitergabe an der Hausarzt mit.
Falls Proben entnommen würden, liegt das Ergebnis aus der Pathologie in ca. 7 Tagen vor. Sie bzw. ihr Hausarzt erhalten dann das Ergebnis in einem gesonderten Brief.
Welche Risiken bestehen?
Prinzipiell ist die Spiegelung nahezu komplikationsfrei. Selten treten Blutungen nach Gewebeentnahme auf. Eine Perforation ist ausgesprochen selten.
Checkliste
- Einlauf
- Gerinnungshemmende Medikamente abgesetzt bzw. nach Rücksprache mit Hausarzt umgesetzt
- Aktuelles Labor
- Begleitperson
- Medikamenten/Allergiepass
- Überweisungsschein/Versicherungskarte
- Arztbrief
