HNPCC - Hereditäre gastrointestinale Tumorerkrankungen

In Deutschland stellt das kolorektale Karzinom die häufigste maligne Tumorerkrankung dar. Als Ursache für die Entstehung des kolorektales Karzinoms werden neben diätischen und Umweltfaktoren auch genetische Faktoren angeschuldigt. Etwa 2-4% beruhen auf einer autosomal dominant erblichen Krebsdisposition. Zu den häufigsten Formen zählen die familiäre adenomatöse polyposis coli (FAP) und das hereditäre nicht-polypöse kolorektale Karzinom-Syndrom (HNPCC).

Durch die Entdeckung der zugrundeliegenden genetischen Defekte bei diesen erblichen Dickdarmerkrankungen ist es heute möglich geworden, bei betroffenen Familien auch asymptomatische Mutationsträger zu identifizieren. Diese prädiktive Diagnostik ermöglicht eine Verbesserung der Prognose durch Früherkennung und angepaßte Therapiekonzepte. Im Vordergrund steht daher die Erkennung von Risikopersonen.

Sprechstunde

Die Abteilung für Allgemeinchirurgie der Universitätsklinik Göttingen bietet seit dem 09.09.1998 eine Sprechstunde nach Vereinbarung für Krebspatienten und ihre Familien an. Das Beratungsangebot richtet sich insbesondere an Familien, in denen ein Mitglied oder mehrere an einem bösartigen Tumor verschiedenster Organe in einem Alter von unter 50 Jahren erkrankt ist.

Die Sprechstunde lehnt sich eng an das etwas später etablierte Verbundszentrum der Deutschen Krebshilfe an, so dass verdächtige Familien an ein entsprechendes Zentrum weitergeleitet werden. Die Sprechstunde ersetzt nicht eine notwendige genetische Beratung, sie stellt vielmehr einen ersten Anlaufpunkt dar, von dem aus die weitere Diagnostik eingeleitet wird.

TEL: 0551-39-8777 (Terminvergabe werktäglich bis 12.00 Uhr)

Ansprechpartner / Kontakt
Becker
Univ.-Prof. Dr. Heinz Becker
Abteilungsdirektor
Telefon:
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Frau Müller-Dornieden
Prof. Dr. Annegret Müller-Dornieden
Oberärztin Poliklinik und Endoskopie
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919-1281
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0551-39-6106
Ort:
UBFT, 3.C2.514
Telelift:
184